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Es gibt zwei Persönlichkeiten, die das Hapkido zu dem gemacht haben, was es heute ist. Großmeister Choi, Yong-Sul und Großmeister Ji, Han-Jae. Wer von diesen Beiden nun der Begründer des Hapkido ist, ist auf Grund der vielfältigen und sich zum Teil wieder sprechenden Aussagen nicht eindeutig fest stell bar. Sicher ist jedoch, daß Beide entscheidend zur Entwicklung beigetragen haben und daher könnte man Beide als die Begründer des Hapkido bezeichnen. |
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Großmeister Choi, Yong-Sul |
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er von der Polizei aufgegriffen worden war, kam er in einen buddhistischen Tempel in Kyoto zu einem Mönch namens Kintaro, Wadanabi. Dort lebte er ca. 2 Jahre. Das Leben in Japan war nicht leicht für GM Choi. Er sprach nicht gut japanisch und hatte daher große Probleme in der Schule. Dazu kam noch, daß er ein Ausländer war und daher oft von anderen Kindern verprügelt wurde. Daher entschloß sich Kintaro Wadanabi, GM Choi zu seinem Freund Sokaku Takeda (1859-1943) zu geben. Sokaku Takeda war das Ober- |
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tergegeben. Nach dem Fall des Feudalsystems in der Meiji-Ära gab Saigo, Tanomo (1829-1905) dieses Kampfsystem an Sokaku Takeda(1859-1943) weiter. Takeda brach mit der Tradition und unterrichtete zum ersten Mal auch Außenstehende. GM Choi lebte für ca. 30 Jahre in Sokaku Takedas Haushalt. Hier gibt es allerdings verschiedene Variationen, welche Stellung er dort inne hatte. GM Choi selber sagte in einem Interview, daß Sokaku Takeda ihn adoptiert hätte. Andere Quellen besagen, daß er erst Hausdiener und später Sokaku Takedas persönlicher Diener war. Eine dritte Variante besagt, daß er nur einige Seminaren bei Sokaku Takeda besuchte. Während seines Aufenthaltes im Hause Sokaku Takedas trug GM Choi den Namen Yoshida Asao (Aussage von GM Choi in einem Interview) oder Yoshida Tatujutu (Aussage von GM Suh, Bok-Sup in einem Interview). GM Choi lernte nach seinen eigenen Angaben als Einziger alle 3808 Daito-Ryu Aikijujutsu Techniken. Ein weiterer bekannter Schüler von Sokaku Takeda war Morihei Ueshiba (1883-1969) der Begründer des Aikido. Als sich abzeichnete, daß Japan den Zweiten Weltkrieg verlieren würde, setzte Sokaku Takeda seinem Leben ein Ende indem er sich zu Tode hungerte. Vor seinem Tod befahl er GM Choi, zurück nach Korea zu gehen. Bei seiner Rückreise nach Korea wurde GM Choi auf dem Younson Bahnhof sein Gepäck gestohlen und somit sein ganzes Geld und die Zertifikate, die er von Sokaku Takeda erhalten hatte. GM Choi ließ sich in Korea in der Stadt Taegu, die in der Kyung Buk Provinz liegt, nieder und änderte seinen Namen wieder zurück nach Choi, Yong-Sul. Hier schlug er sich und seine Familie etliche Jahre mit dem Verkauf von Reiskeksen durchs Leben. |
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erst dafür, wie er sich gegen Judoangriffe verteidigen konnte. GM Choi nannte damals die Kampfkunst, die er erlernt hatte, Yawara. GM Choi änderte den Namen seiner Kampfkunst des öfteren. So nannte er sie auch: Yu Sul (Weiche Kunst); Yu Kwon Sul (Weiche Faust Kunst); Hapki Yu Kwon Sul (In Einheit mit Ki Weiche Faust Kunst). Ein paar Jahre später wurde GM Choi Bodyguard und Sicherheitschef von Suh, Bok-Sup Vater, der Kongressabgeordneter war. Am 12. Februar 1951 eröffneten GM Choi und Suh, Bok-Sup gemeinsam einen Dojang mit dem Namen Korean Yu Kwan Sool Hap Ki Dojang. 1958 beschlossen GM Choi und Suh, Bok-Sup den Namen der von ihnen unterrichteten Kampfkunst in Hapkido zu ändern. (Aussage von Master Suh, Bok-Sup in einem Interview) Es gibt verschiedene Aussagen darüber, wer den Namen Hapkido als Erster verwendete. Eine andere Variante ist, das Ji, Han-Jae den Name kreiert hat und, um seinen Meister zu ehren, an GM Choi gegeben hat. Irgendwann nach 1958 eröffnete GM Choi einen eigenen Dojang. In Suh, Bok-Sups Dojang unterrichtete auch Kim, Moo-Hong |
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Er ernannte Chang, Chin-Il zu seinem Nachfolger und hoffte daß er die in den USA lebenden Hapkido Meister vereinigen würde. Doch GM Chois Wunsch ging nicht in Erfüllung. GM Choi starb 1986 im Alter von 82 Jahren und wurde in Taegu beerdigt. |
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Großmeister Ji, Han Jae |
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Kwan eröffnete. Zu dieser Zeit hielt er den 3.Dan in Yu Kwan Sool. Nach nur neun Monaten zog er dann nach Seoul. Hier begannen auch zwei sehr bekannte Großmeister, die beide später in die USA auswanderten, ihre Hapkido Karriere. GM Han, Bong-Soo (Gründer der International Hapkido Federation) und GM Myung, Kwang-Sik (Gründer der World Hapkido Federation). Diesen Beiden verlieh er später den 9. Dan. Han, Bong-Soo 1984 und Myung, Kwang-Sik 1986. In Seoul begann GM Ji damit, seinen eigenen Stiel zu entwickeln, indem er die bei GM Choi erlernten Techniken mit den Tae Kyon Fußtritten, den Waffentechniken und den spirituellen Techniken verband. Diese neue Kampfkunst nannte er Hapkido. (Wie schon Oben erwähnt gab er diesen Namen, als Zeichen seiner Ehrerbietung an GM Choi) Zu dieser Zeit befand sich in der Nähe seines Dojangs eine Boxschule. Bis dahin gab es im Hapkido nur Verteidigungstechniken gegen Faustschläge, bei dem man davon ausging, daß der Arm danach gestreckt bleibt. Dieses war nämlich der damals von einigen Kampfkünsten gelehrte Stil. Beim Boxen wird allerdings der Arm nach dem Schlag schnell zurückgezogen. GM Ji entwickelte daher Verteidigungstechniken gegen diese “schnappenden” Schläge. Viele Hapkidotechniken wurden durch die damaligen Verhältnisse in Korea geprägt, ob sie nun von GM Choi, GM Ji oder anderen Hapkido Meistern entwickelt wurden. Verteidigungstechniken gegen Messer waren elementar wichtig, da die Unterwelt und die meisten Verbrecher in Korea fast ausschließlich damit bewaffnet waren. Verteidigungs- techniken gegen Fußtritte wurden entwickelt, um sich gegen Tang Soo Do, Kong Soo Do, Kwon Bupand und Taekwondo zu Wehr zu setzen. Die Dan Bong (Kurzstock) Techniken gegen Schwertangriffe wurden entwickelt, da Kendo in Korea sehr verbreitet ist. 1961 wurde die koreanische Regierung durch General Park, Chung-Hee gestürzt, der kurz darauf Präsident von Korea wurde. 1962 eröffnete GM Ji einen Dojang im Hwa Shin Kaufhaus. Kurz darauf wurde er Ausbilder der militärischen Eliteeinheiten und des Sicherheitsdienstes des Präsidenten. Außerdem wurde er Leibwächter des Präsidenten. In den frühen 60ern wurden die Importbestimmungen von japanischen Waren nach Korea gelockert und GM Ji fiel ein Buch über Aikido in die Hände. Er entdeckte, daß das Schriftzeichen für Aikido das gleiche war wie für Hapkido und entschloß sich daher, den Namen Hapkido in Kido zu ändern. 1963 trat GM Ji der Korean Kido Association bei, 1965 verließ er sie aber wieder wegen einiger Meinungsverschiedenheiten und gründete die Korea Hapkido Association. 1969 kam Großmeister GM Ji im Rahmen eines Informations- Austausch -programms zwischen der koreanischen Regierung und des amerikanischen Pentagons in die USA. GM Ji trainierte dort einige der Leibwächter von Präsident Nixon, FBI Agenten und verschiedene Spezialeinheiten. Bei dieser Reise lernte er Bruce Lee kennen. Bruce Lee war von GM Ji sehr beeindruckt und bat diesen daher, ihn zu unterrichten. Zwischen 1972 und 1974 drehte GM Ji mehrere Filme in Hong Kong. "Game of Death" ("Mein letzter Kampf") bei dem |
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Schüler Oh, Se-Lim, der sein Hapkido Studium bei GM Ji 1958 in Andong begann. 1980 wurde die Korea Hapkido Association in Korea Hapkido Federation umbenannt. 1979 fiel der koreanische Präsident Park, Chung-Hee einem Attentat zum Opfer. Der Attentäter Kim, Chae-Kyu, war Chef des koreanischen CIA. GM Ji ging für ca. ein Jahr ins Gefängnis. Der Attentäter war ein enger Schüler von GM Ji und GM Ji hatte ihm geholfen, Chef des koreanischen CIA zu werden. Daher wurde er beschuldigt, an der Planung des Attentates beteiligt gewesen zu sein. Im Gefängnis entwickelte er sein neues System, das er Sin Moo Hapkido nannte. Sin Moo Hapkido ist noch stärker auf die spirituelle Seite der Kampfkünste ausgerichtet. Ca. 1981 reiste GM Ji nach Hong Kong und bereitete seine Immigration in die USA vor. In Hong Kong spielte er noch in dem Film “Tower of Death” und einigen anderen Filmen kleinere Rollen. 1984 reiste GM Ji über Deutschland, wo er seine beiden Schüler Kim, Sou-Bong und Song, Il-Hack traf, in die USA und eröffnete eine Sin Moo Hapkido Schule in Daly in der Nähe von San Francisco.
Viele hochrangige Hapkido Meister wanderten aus Korea aus, um Hapkido in der Welt zu verbreiten. Viele ließen sich in den USA nieder. Die meisten der heutigen Hapkido Großmeister sind ehemalige Schüler von GM Ji, auch wenn viele heute GM Choi als ihren Lehrer bezeichnen. Auch hier gibt es verschiedene Aussagen darüber, warum diese Schüler sich von GM Ji abgewandt haben. GM Ji erklärte es in einem Interview damit, daß er in zu jungem Alter erfolgreich war. Viele seiner Schüler waren älter als er. Nachdem sie dann auch bei GM Choi trainierte hatten, gaben sie den weitaus älteren und daher geachteteren GM Choi als ihren Lehrer aus. Eine andere Quelle aus Korea besagt, daß viele koreanische Meister immer noch denken , daß GM Ji mitverantwortlich für das Attentat auf Präsident Park war und ihn dafür hassen. Außerdem empfinden es viele als eine Herabwürdigung des Hapkido, daß GM Ji in seiner Rolle als Hapkido Meister, in Bruce Lees Film Game of Death, so schnell besiegt wurde.Immer wieder wird darüber diskutiert, wer welche Techniken in Hapkido eingeführt hat. Einige Quellen besagen, daß GM Choi bis zu seinem Tode eigentlich reines Daito-Ryu Aikijujutsu unterrichtete. Andere wiederum behaupten, daß er etliche koreanische Kampfkünste integrierte. Auch soll er sehr an Kumdo bzw. Kendo interessiert gewesen sein, was nahe legt, daß die Schwerttechniken von ihm eingebracht wurden. GM Ji nimmt für sich in Anspruch, die Spazierstock-Techniken, Lang- und Kurz-Stocktechniken und einen Großteil der Fußtritte in Hapkido integriert zu haben. Einige Hapkido Meister entwickelten eigene Stile und verbanden die gelernten Hapkidotechniken mit anderen Kampfkünsten und/oder Meditationstechniken, Tanz und Gesundheitslehren. Manche Stile tendieren auch mehr zu harten Techniken, wie starre Blocks und kurze Techniken. Andere wurden noch weicher und ausladender in ihren Bewegungen und näherten sich mehr dem Aikido an. Eine wesentlich Rolle spielten auch immer die Umgebung, in der die Meister ihre Schulen hatten. Da sie in der Regel von den Schülern lebten, mußten sie sich den in der Region verbreiteten Kampfkünsten anpassen und Techniken gegen diese anbieten. |
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